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MUSIK-AG – Instrumentalunterricht – Ensemble

 

Was ist die Musik-AG? 

Das Ziel der MUSIK-AG in unserer Schule ist das Erlernen eines Musikinstrumentes im Grundschulalter. Das heißt, die musikalische und instrumentale Ausbildung vieler Kinder in den allgemeinen Bildungskanon zu integrieren und diese zum festen Bestandteil der vierjährigen Grundschulausbildung zu machen.

Eine frühe musikalische Erziehung für die Entwicklung von Kindern ist von großer Bedeutung, was inzwischen mehrfach wissenschaftlich untersucht und bestätigt wurde. (Bsp. siehe: „ Christian Rittelmeyer: Warum und wozu ästhetische Bildung? über Transferwirkungen künstlerischer Tätigkeiten; ein Forschungsüberblick. Athena Verlag (Oberhausen) 2010“). 

Dabei ist dieser frühmusikalische Ansatz weit mehr als nur ein Angebot, ein Musikinstrument zu erlernen, vielmehr stellt es „einen nachhaltigen Anschub für die kulturelle Bildung dar und gibt u. a., gerade für unsere Gemeinschaftsgrundschule mit Kindern aus verschiedenen Ländern, wichtige Impulse für die Integration von Schülern unterschiedlicher kultureller und sozialer Herkunft.“ 

(siehe auch Zitat aus: Anke Dieterle u. a. „JeKi“- Unterrichtsmaterialien Band 1, herausgegeben im Auftrag der Hochschule für Musik und Theater, Hamburg, Carus Verlag online 

„Jedem Kind ein Instrument“ – das ist die Grundidee, also der Ursprung unserer heutigen MUSIK-AG. 

Ursprünglich entstammt diese Idee aus Bochum. Die Stadt Bochum und die Stiftung Bildung in der GLS Treuhand e.V. entwickelte ein Konzept mit dem Ziel, das Instrumentalspiel in das Curriculum der Grundschule aufzunehmen. Das Konzept traf schnell auf breite Resonanz bei Förderern, Musikschulen und Grundschulen. 

Da das gesamte Ruhrgebiet 2010 Kulturhauptstadt wird, nahm dies die Kulturstiftung des Bundes im Jahr 2006 zum Anlass, sich aufgrund der ehemaligen Industrieregion „Ruhrgebiet“ mit diesem einmaligen Bildungskonzept zu engagieren. 

Zusammen mit der Stadt Bochum, der Landesregierung NRW und der Zukunftsstiftung Bildung in der GLS Treuhand e.V., wurde das JeKi – Konzept weiterentwickelt. Diese Unterrichtsform wurde daraufhin, 2007/2008, in Kooperation mit 40 Musikschulen und fast 1000 Grundschulen im gesamten Ruhrgebiet eingeführt. Seit 2009 dehnt sich das Programm schrittweise auf ganz NRW aus.

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Die Musik-AG an unserer Schule

Im September 2008 startete die MUSIK-AG an der ehemaligen Bonhoeffer-Gemeinschaftsgrundschule erstmalig mit 32 Erstklässlern. Mit der Gründung des Grundschulverbunds startete am Teilstandort Heinrich die MUSIK-AG mit Beginn des Schuljahres 2016/2017.

Diese „Musik-AG“ steht in direkter Kooperation mit der städtischen Musikschule Paderborn. Der Unterricht wird hier zusätzlich zum regulären Musikunterricht, von Lehrerinnen und Lehrern der städtischen Musikschule in den Vormittagsstunden, im Fächerkanon der Grundschulen, angeboten. Musikschullehrer und Grundschullehrer/ Lehrerinnen arbeiten hierbei im „Tandem“ zusammen. Dieses, auf vier Jahre angelegte Programm gestaltet sich folgendermaßen: 

Klasse 1: 
Musikalische Einführung/Gruppenunterricht: ( 1 Unterrichtsstunde pro Woche)

  • Die Kinder werden mit der Vielfalt musikalischer Ausdrucksformen vertraut gemacht und sollen den Spaß am gemeinsamen Musizieren entwickeln. Sie erleben und erlernen spielerisch die Vorteile des sozialen Miteinanders, die unterschiedlichsten musikalischen Ausdrucksformen sowie die Vielfalt musikalischer Erscheinungsformen. Die Wahrnehmung, Kreativität, Ausdauer, Geduld und soziale Kompetenzen werden nachhaltig gefördert. 
  • Sie lernen Lieder, Geschichten, Tänze, Rhythmen, Klänge, Noten, einige Orffinstrumente und verschiedene Orchesterinstrumente kennen. Letztere werden die in den weiteren Jahrgangsklassen im Rahmen des Instrumentalunterrichts angeboten und gelehrt. 
  • Die Musik-AG in der 1. Klasse, Schuljahr 2016/2017:
  • Das Instrumentenkarussell im Schuljahr 2016/2017:
    Eine kleine Auswahl angebotener Instrumente: Cello, Geige, Klarinette, Querflöte Horn, Trompete, Gitarre, Schlagzeug. Insgesamt probieren die Kinder in einem Jahr 13 Orchesterinstrumente aus. Mit Spannung und Neugierde erproben sie die Instrumente in ihrem Klang, in ihrer Spieltechnik und lernen ihren Aufbau kennen.

     

  • Aus der Musik-AG im Schuljahr 2017/2018:
    Hier lernen die Kinder die Blockflöte kennen. Sie staunen nicht schlecht, als sie zu Anfang nur einen kleinen Holzblock zu sehen bekommen. Dieser Block ist ein wichtiger Bestandteil jeder Flöte und gibt den Blockflöten ihren Namen. Zu sehen bekommen die Erstklässler nicht nur die bekannte Sopranblockflöte, sondern auch eine etwas größere Altblockflöte, eine noch größere Tenorflöte und schließlich eine riesengroße Bassflöte. Mit den Flöten wurden auch die Augen der Kinder vor Staunen immer größer. Auch der Klang jeder Flöte veränderte sich.
  • Hier lernen die Kinder den Kontrabass kennen. Wie heißen die Teile eines Kontrabasses? Man spricht von einem Kontrabass-Kopf, einem Kontrabass-Hals und einem Kontrabass-Körper. Außerdem gibt es eine Schnecke. Mit einem Bogen aus Pferdehaaren kann man über die Saiten streichen. Man kann die Saiten aber auch zupfen. Um den Kontrabass zu spielen, wird ein Stachel herausgezogen, auf dem das Instrument stehen kann. Endlich konnte jedes Kind dieses riesengroße Instrument, natürlich in Kindergröße, auch selbst ausprobieren. 

 

Klasse 2: 
Der Instrumentalunterricht ( 1 Unterrichtsstunde pro Woche)

  • wird auf verschiedenen Instrumenten angeboten. Das heißt, jedes Kind wird auf dem von ihm selbstgewählten Instrument ausgebildet. 
  • In der Regel findet der Instrumentalunterricht in kleinen Gruppen statt. Maximale Gruppenstärke: 5 Kinder, je nach Art des Instrumentes. 

    Gitarrenunterricht im 2. Schuljahr

Klasse 3 :
Klassenübergreifendes Ensemblespiel /„Orchesterspiel“  (1 Unterrichtsstunde pro Woche):

  • Die Kinder spielen mit ihrem Instrument erstmalig im Ensemble der Schule (Schulorchester). Mit öffentlichen Vorspielen auf Schulfesten erfahren sie ihre ersten aufregenden „Konzerterlebnisse“. 

Der Instrumentalunterricht ( 1 Unterrichtsstunde pro Woche) 

  • wird fortgesetzt und den Neigungen und Lernfähigkeiten der Kinder entsprechend professionalisiert.

Klasse 4: 
Ensemblespiel /„Orchesterspiel“ und Instrumentalunterricht werden fortgesetzt.

Damit dieses „bildungspolitische Mammutprogramm“ (s. a. Blickpunkt –Schule in NRW 08/08) zukünftig möglichst alle ABC –Schützen in NRW erreicht, wurden die Bedingungen für diesen Unterricht bewusst alltagstauglich, praktikabel und kostengünstig gestaltet:

  • Der Unterricht wird möglichst am Vormittag in der Schule des Kindes angeboten 
  • Die monatlichen Unterrichtsgebühren sind bewusst niedrig gehalten (aktuelle Gebühren vor Ort erfragen) 
  • Jedes Kind bekommt, gegen eine geringe Gebühr, ein Leihinstrument 
  • Kinder aus Familien, die staatliche Förderung (ALG II, o.g.) benötigen, sind von den monatlichen Kosten befreit. 

Fachleute hoffen mit diesem Programm möglichst viele Kinder zu erreichen, um sie kulturell zu bilden, ihre kognitiven, kreativen und motorischen Fähigkeiten weiter auszubauen und somit auch die Ausbildung weiterer wichtiger Schlüsselkompetenzen zu unterstützen.

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Konzerte der MUSIK-AG

 

Konzert zum Ende des Schuljahres im Juli 2016:

 

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